Trost und Anteilnahme… authentisch leben statt Floskeln formulieren!

Hallo, ihr Lieben,


gerne teile ich auch persönliche Erlebnisse mit euch. Mit dem Ziel jeweils Bezüge zu aktuellem Input herzustellen. Aber auch um zu zeigen, dass wir bei krisenhaften Erlebnissen selten alleine sein. Weil andere ähnliches erleben.


Heute geht es um Anteilnahme und Trost: In dieser Woche ist meine Ma bereits ein Vierteljahr nicht mehr unter uns. Passend zum Thema Trost fand ich ausgerechnet in einem

Politikpodcast nachdenkliche Inhalte:


Es ging um eine Veranstaltung mit ranghohen CEOs, die von einer Psychologin mit einer Frage konfrontiert wurden:


,,Wie spenden Sie in belastenden Situationen Trost für Mitarbeitende?‘‘


Die Reaktion darauf?

… verlegene Blicke zur Decke!

… unsichere Blicke zum Boden!

… keinerlei freiwillige Wortmeldung!


So sprach die Psychologin Personen direkt - mit diesen Ergebnissen:


… das Leben muss ja weitergehen.

… andere haben es noch schwerer.

… Kopf hoch, wird schon wieder.

… etc. 


Das dies weder Trost noch Anteilnahme ausdrückte, war ihr Fazit für die Runde. Sie definierte es als ,Ausübung von Herrschaft‘; sich anzumaßen, anderen in Krisen ,Spielregeln‘ aufzuerlegen.


So erinnerte ich mich an eine Aussage, mir gegenüber: 

,,Das mit Deiner Mutter tut mir leid, aber …“.


Dieses ,ABER‘ begleitet mich nach dem Podcasts umso mehr. Trauernden Menschen ein ,ABER‘ entgegenzubringen, offenbart eine klare Botschaft:


Letztlich wird in Abrede gestellt, wie Mitgefühl und Verständnis real zu leben sind. Vielmehr entlarvt es Menschen, sich nach außen bestimmten Werten zu verschreiben. Jedoch im Innern  diese nicht zu leben.


Ein  empathischer Mensch sollte Trauer eines Menschen nie mit einem ,ABER‘ verknüpfen. Vielmehr entlarvt es

Gleichgültigkeit statt Anteilnahme. Diese kann am ehesten so ausgedrückt werden: 


ZUHÖREN


Denn dies ist  eine echte Stütze für Menschen in Krisen, da sie sich gesehen und ernstgenommen fühlen.


Sind wir also wachsam, um Menschen nicht mit oberflächlichen Aussagen abzuspeisen, um womöglich nur eigne Interessen auszudrücken. Und bemühen wir uns da zu sein indem wir Aufmerksamkeit und Anteilnahme zeigen.


Habt noch einen schönen zweiten Advent 🕯️🕯️


Liebe Grüße! 🫶🏻🙂


Euer

Frank